Kaufkraft Deutschland 2020



Prognose: Moderater Anstieg der Pro-Kopf-Kaufkraft 2020

Kaufkraft Deutschland 2020

Für die deutsche Wirtschaft wird für das Jahr 2020 ein moderater Anstieg des durchschnittlich verfügbaren Einkommens prognostiziert. Die Deutschen werden wieder etwas mehr Geld in der Tasche haben: Für 2020 ist eine durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.352 € pro Jahr prognostiziert. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Index von exakt 100,0.

Kaufkraft im Ost-West-Vergleich

Im Ost-West-Vergleich zeigt sich, dass im Osten (ohne Berlin) jedem Einwohner im Schnitt nur 21.452 € pro Jahr zur Verfügung stehen (Index 88,1), während es im Westen mit 24.996 € im Jahr (Index 102,6) deutlich mehr sind. Die Hauptstadt Berlin liegt mit 22.539 € (Index 92,6) dazwischen.

Kaufkraft im Bundesländervergleich

Auch im Bundesländervergleich liegen Bayern mit einem Pro-Kopf-Index von 108,1, gefolgt von Baden-Württemberg (106,3) und Hessen (103,8) weiterhin unangefochten an der Spitze, während die Pro-Kopf-Indices im Osten von Brandenburg (90,7) bis Mecklenburg-Vorpommern (85,0) allesamt weiterhin weit unter dem Bundesdurchschnitt liegen.

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Kaufkraft im Großstadtvergleich

Spitzenreiter im Großstadtvergleich ist nach wie vor München mit einem Pro-Kopf-Index von 131,6, gefolgt von Düsseldorf (116,9) und Stuttgart (113,3) auf den Plätzen 2 und 3. Die anderen Millionenstädte Hamburg (110,0) und Köln (105,4) liegen ebenfalls klar über dem Durchschnitt, während Berlin mit einem Index von 92,6 vor Dresden (91,3) und deutlich über Leipzig (86,3) liegt.

Kaufkraft der Landkreise

Die Rangliste der Landkreise wird angeführt von Starnberg (Bayern), Hochtaunuskreis (Hessen), München (Bayern), Baden-Baden (Baden-Württemberg) und dem Main-Taunuskreis (Hessen). Pro Person liegt die Kaufkraft pro Kopf hier zwischen 36.148 € und 30.745 €, was Indexwerten von 148,4 bzw. 126,2 entspricht.

Im Gegensatz dazu bildet der Landkreis Vorpommern-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) mit einer pro-Kopf Kaufkraft von 19.600 € oder einem Index von 80,5 das Schlusslicht. Die Menschen dort haben im Schnitt nur gut die Hälfte des Geldes in der Tasche als die Einwohner im reichen Starnberg. Auch die Kreise Uckermark (Brandenburg), Stendal (Sachsen-Anhalt) und Kyffhäuserkreis (Thüringen) liegen nur knapp darüber, ebenso wie Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen.

Berechnungsgrundlage der Kaufkraft 2020

Die Kaufkraft ist einer der wichtigsten Indikatoren für das Konsumverhalten und misst das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung am Wohnort. Sie sagt aber nichts darüber aus, wo das Geld ausgegeben wird. In die Berechnung fließen zahlreiche Informationen aus der amtlichen Statistik ein:

  • Nettoeinkommen aus der Lohn- und Einkommensteuerstatistik
  • Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
  • Arbeitslosengeld I und II
  • Renten und Pensionen
  • Weitere Transfereinkommen wie Sozialhilfe, Wohngeld, Kindergeld, BaföG
  • Informationen aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen

Die Kaufkraft wird jeweils für das laufende Jahr prognostiziert. Das Gesamtvolumen ist dabei an die vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) veröffentlichten Zahlen angepasst.