Kaufkraft Deutschland 2021



Prognose: Leichter Anstieg der Kaufkraft 2021

Wie sieht es in Ihrer Region mit der aktuellen Kaufkraft aus? Lesen Sie bei uns alle Fakten rund um die Kaufkraftentwicklung 2021 in Deutschland.

Für die deutsche Wirtschaft wird für das Jahr 2021 ein moderater Anstieg des durchschnittlichen verfügbaren Einkommens prognostiziert. Insgesamt weist das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) in seinem Wintergutachten ein Volumen von 2.067,6 Milliarden Euro aus.

Nachdem die Corona-Krise dazu führte, dass die ursprüngliche Prognose für 2020 etwas nach unten korrigiert werden musste, erwartet das DIW ein Wachstum von 3,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Gründe hierfür sind die erhoffte Aufhellung der deutschen Wirtschaft, der erwartete Rückgang der Kurzarbeit sowie Inflationseffekte.

Für 2021 kann von einer durschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.861 Euro pro Jahr ausgegangen werden. Dies entpsricht einem Pro-Kopf-Index von exakt 100,0.

Kaufkraft Ost- und Westdeutschland 2021

Im Ost-West-Vergleich zeigt sich, dass im Osten (ohne Berlin) jedem Einwohner im Schnitt 21.883 € pro Jahr zur Verfügung stehen (Index 88,0). Im Vergleich dazu steht der Westen mit 25.516 € im Jahr (Index 102,6). Die Hauptstadt Berlin liegt mit 23.081 € (Index 92,8) dazwischen.

Kaufkraft Bundesländer 2021

Wenig Veränderung gibt es bei der Kaufkraft 2021 im Ländervergleich.

Die ersten Plätze beim Pro-Kopf-Index teilen sich weiterhin die Bundesländer:

  • Bayern (108,6)
  • Baden-Württemberg (106,7)
  • Hessen (103,7)

Unter dem Bundesdurchschnitt liegen die Bundesländer:

  • Brandenburg (90,6)
  • Mecklenburg-Vorpommern (85,0)

Welche Stadt führt beim Pro-Kopf-Index 2021?

Der Gewinner heißt wieder München! Die bayerische Landeshauptstadt ist nach wie vor Spitzenreiter mit einem Pro-Kopf-Index von 134,0. Bei den Städten über 250.000 Einwohnern führen:

Kaufkraft 2021 der Landkreise und kreisfreien Städte: Wie entwickelt sich hier die Kaufkraft?

Die Rangliste der Landkreise und kreisfreien Städte wird angeführt von:

  • Starnberg (Bayern)
  • Hochtaunuskreis (Hessen)
  • München (Stadt und Landkreis, Bayern)
  • Baden-Baden (Baden-Württemberg)
  • Main-Taunuskreis (Hessen)

Pro Person liegt die Kaufkraft in 2021 pro Kopf hier zwischen 37.642 € und 31.251 €, was Indexwerten von 151,4 bzw. 125,7 entspricht.  Die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft in Deutschland liegt bei 24.861 €.

Zum ersten Mal ist eine westdeutsche Stadt Schlusslicht

Letztes Jahr belegte der Landkreis Vorpommern-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) noch den letzten Platz. Das neue Schlusslicht ist diesem Jahr jedoch die Stadt Gelsenkirchen mit 19.952 € je Einwohner, das entspricht einem Index von 80,3.

Die Menschen dort haben im Schnitt nur gut die Hälfte des Geldes in der Tasche als die Einwohner im reichen Starnberg. Damit steht zum ersten Mal eine westdeutsche Stadt am Ende des Kaufkraft-Rankings.

Welche Gemeinde hat die stärkste Kaufkraft?

„Speckgürtel“ gewinnen weiter bei der Kaufkraft dazu

Ein Ranking der jeweils 10 kaufkraftstärksten Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern zeigt deutlich die Schwerpunkte in den Ballungsräumen von München und Frankfurt.

Die Liste der Spitzenreiter bei Gemeinden über 10.000 Einwohner führen weiterhin an:

  1. Grünwald bei München 184,3
  2. Königstein im Taunus 181,7
  3. Kronberg im Taunus (172,0)
  4. Gräfelfing bei München (169,7)
  5. Bad Homburg v. d. Höhe in der Nähe von Frankfurt (161,6)
  6. Starnberg bei München (161,1)
  7. Gauting bei München (157,6
  8. Bad Soden am Taunus (156,3)
  9. Herrsching am Ammersee (149,5)
  10. Ottobrunn bei München (144,2)

Die kaufkraftstärksten Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern im Speckgürtel von Hamburg und Berlin sind Rosengarten (HH) mit einem Index von 131,0 und Kleinmachnow bei Berlin mit 132,3.

Kaufkraftkarte Deutschland 2021

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Berechnungsgrundlage der Kaufkraft 2021

Die Kaufkraft ist einer der wichtigsten Indikatoren für das Konsumverhalten und misst das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung am Wohnort. Sie sagt aber nichts darüber aus, wo das Geld ausgegeben wird. In die Berechnung fließen zahlreiche Informationen aus der amtlichen Statistik ein:

  • Nettoeinkommen aus der Lohn- und Einkommensteuerstatistik
  • Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
  • Arbeitslosengeld I und II
  • Renten und Pensionen
  • Weitere Transfereinkommen wie Sozialhilfe, Wohngeld, Kindergeld, BaföG
  • Informationen aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen

Die Kaufkraft wird jeweils für das laufende Jahr prognostiziert. Das Gesamtvolumen ist dabei an die vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) veröffentlichten Zahlen angepasst.

Regionaler Vergleich der Kaufkraft

Um kaufkraftstarke Regionen unabhängig von ihrer Einwohnerzahl von Gebieten mit schwächerer Kaufkraft abzugrenzen, wird sie nicht nur als absolute Zahl je Gebietseinheit, sondern auch als Durchschnitt in Euro und als Index pro Kopf dargestellt. Bei einem Pro-Kopf-Index von 100,0 in einem Gebiet liegt die Kaufkraft je Einwohner genau im bundesweiten Durchschnitt. Ein Pro-Kopf-Index von 80,0 hingegen weist eine um 20 % unterdurchschnittliche Kaufkraft je Einwohner aus, während sie bei einem Pro-Kopf-Index von 120,0 um 20 % über dem Durchschnitt liegt.

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